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Lymphe nennt man eine Eiweissreiche, milchig durchsichtige
Flüssigkeit, die im Körper ähnlich zirkuliert wie das Blut.
In einem oberflächigen Netz knapp unter der Haut fliesst die
Lymphe Richtung tiefere Körperschichten in Sammelgefässe,
die den Strom Richtung Leiste und Achselhöhle, schliesslich
zum Hals transportieren. In der Leiste, in der Achselhöhle
und am Hals haben wir die Lymphknoten.
Lymphe besteht aus Lymphozyten (Abwehrzellen) und grossen
Eiweissmolekülen, die nicht mehr zurück in die venöse
Blutbahn gelangen können. Sie beinhaltet auch wichtige
Zellen, die dem Immunsystem dienen. Die Lymphe transportiert
Abwehrzellen, lebenswichtige Baustoffe, Vitamine, Hormone,
Abfall- und Giftstoffe. Das Lymphsystem ist also eine Art
Reinigungs-, Schutz- und Abwehrapparat im Körper.
Anwendungsgebiete:
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Knie,- Hüft,- Brustoperationen
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Wirbelsäulenerkrankungen
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Tennisarm
Kann die Lymphe nicht mehr fliessen, weil ein Unterbruch in
der Leitung ist
(z.B. nach Lymphknotenentfernung), bleibt die Flüssigkeit im
Gewebe liegen.
Das führt zu einer Schwellung.
Auch wenn übermässig viel lymphpflichtige Last anfällt, wie
z.B. bei einer Verletzung mit Blutung ins Gewebe nach einem
Misstritt, kommt es zu einer Schwellung. Diese Schwellung
kann dann mittels manueller Lymphdrainage leichter
abtransportiert werden.
Manuelle Lymphdrainage ist eine ganz feine Art von Massage.
Mit minimalem Druck wird die gestaute Lymphflüssigkeit durch
die Massage Richtung Hals geschoben, wo die Lymphflüssigkeit
wieder in den venösen Blutstrom einfliesst.
Es wird beim Hals begonnen, um den Lymphfluss anzuregen,
dann geht es weiter in Richtung Bauch, Leiste, Oberschenkel,
Unterschenkel, Fuss oder Schultergürtel, Oberarm, Unterarm,
Hand, abhängig von der betroffenen Region.
Zur Unterstützung der manuellen Lymphdrainage wird
anfänglich bandagiert, später mit Kompressionsstrümpfen und
-ärmeln die Langzeitwirkung verbessert.
Angewandt wird manuelle Lymphdrainage hauptsächlich bei
Patienten und Patientinnen, denen bei einer Operation
Lymphknoten entfernt worden sind.
Dies ist häufig der Fall bei krebsbedingten Eingriffen.
Weiter wird Lymphdrainage bei venösen und lymphatischen
Staus in den Beinen verordnet, z.B. nach einer
Krampfadern-Operation.
Lymphdrainage wird auch bei Hautleiden, z.B. Akne, bei
Narbenkorrekturen in der plastischen Chirurgie oder bei
Verbrennungen, bei geschwächtem Immunsystem und vielem mehr
als hilfreiche Behandlungsmethode eingesetzt.
Die manuelle Lymphdrainage wurde von Herrn Dr. Vodder und
seiner Frau in den Dreissigerjahren in Frankreich
entwickelt.
Es war anfänglich eher eine intuitive und auf Erfahrung
basierende Methode.
Erst Jahre später wurde die Wirksamkeit
wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen.
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